Google Suggest und SEO

Durch die Einführung von Google Suggest im deutschen Google im April 2009 hat sich ein neues SEO-Gebiet eröffnet. Die Auswirkungen dieser vorgeschlagenen Suchbegriffe, die sich mit jedem eingegebenen Buchstaben in den Suchschlitz ändern (zumindest bei Begriffen mit einem häufigen Suchvolumen) werden das Suchverhalten der Google-Benutzer signifikant verändern.

Dazu zwei Links zur Google Suggest Analyse, die mir aufgefallen sind:

Zum einen möchte ich auf eine sehr gute Anleitung des SEO-Punk hinweisen, der Schritt für Schritt erklärt, wie man mit Google Analytics den Einfluss von Google Suggest nachprüfen kann.

Und zum zweiten noch auf das neu entwickelte Google Suggest WordPress-Plugin von Sebastian (wp-optimieren.de) hinweisen. Hab es noch nicht getestet, es sollte aber bei der Analyse von Google Suggest im Backend von WordPress hilfreich sein. Hier gibt es Infos zur Entwicklung des Plugin und die Downloadmöglichkeit: Google Suggest WordPress Plugin (Update 2018 – nicht mehr auffindbar!).

Google Suggest sollte man auf jeden Fall im Auge behalten und auch bestehende Projekte, die von Google abhängig sind (also mehr oder weniger alle) unter diesem Gesichtspunkt nachoptimieren. Bei neuen Projekten kann es auch als Hilfe zur allgemeinen Keywordanalyse und bei Wahl eines passenden Domainnamens herangezogen werden.

Twittergate in der Bundesversammlung

Twitter erreicht die hohe Politik! Nachdem der Microblogging-Service Twitter immer populärer wird und selbst Institutionen wie die Tagesschau schon „twittern“, war es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem ersten Skandal kommt. Einem Twittergate sozusagen.

Bei der Wahl des Bundespräsidenten am 23. Mai 2009 sollte es dann soweit sein. Genauer gesagt bei der Auszählung der Stimmen und deren Verkündung. Der Bundespräsident wird, wie wir alle wissen, durch die Bundesversammlung gewählt, die ausschließlich zu diesem Zwecke zusammentritt. Die Voten der über 1224 stimmberechtigten Mitglieder werden durch eine Zählkommission ausgewertet und dann durch den Vorsitzenden der Bundesversammlung verkündet. Den Vorsitz hat der Bundestagspräsident inne (im Moment ist das Norbert Lammert von der CDU).

Das Amt des Bundespräsidenten ist das höchste Amt, das die Bundesrepublik Deutschland zu vergeben hat. Folglich sollte es auch mit Respekt behandelt werden. Und nun kommen wir zum Twittergate-Skandal: Zwei Abgeordnete, die des Twittern mächtig sind, schickten das Wahlergebnis über diesen Kanal in die weite Welt, bevor es durch den Bundestagspräsidenten verkündet wurde. Das geht natürlich nicht!

Zwar ist es nicht gerade ungewöhnlich, dass solche Insiderinformationen im Vorraus ihre Runde machen, doch bei Twitter ist ja (üblicherweise) auch klar, von dem die Nachricht kommt bzw. man kann den Geheimnisverrat besser nachweisen als bei mündlichen Botschaften. Zudem ist bei Twitter von einer größeren Zahl von Followern (schönes Wort!) auszugehen, die die Nachricht dann wiederum an ihre eigenen Follower twittern, usw. usf. – eine Lawine setzt sich somit in Gang.

Die Name der beiden Plaudertaschen: Julia Klöckner (CDU) und Ulrich Kelber (SPD). Zumindest erstere zeigte bereits Reue und wird auf ihr Amt als Schriftführerin im Bundestag verzichten, so Tagessschau.de.

Und wie ist das jetzt zu bewerten? Nun, anders als eine SMS an die befreundeten Journalisten hinterlässt eine Twitternachricht zum einen einen Footprint (Fußabdruck) – lässt sich also zurückverfolgen, zumindest bei glaubwürdigen und regelmäßig twitternden Absendern. Zum anderen verbreitet sich die Twitter-Nachricht schnell aus und ist nicht mehr zu kontrollieren oder gar zu stoppen. Dessen sollte sich jeder bewusst sein, der in die Twitter-Liga einsteigen möchte.

Google Gadgets als Trafficquelle

Deutschlands erfolgreichster (und bestimmt auch beliebtester) Blumen-Affiliate, der sich vorzugsweise als Toni M. ansprechen lässt, macht sich jetzt auch einen Namen als Google Gadgets-Experte. Auf dem Blog seiner Linkmafia hat er eine sehr gut gemachte Präsentation bereitgestellt, die er zuvor auf der a4uexpo in Amsterdam vorgetragen hatte.

Noch wie was von diesen Google Gadgets gehört? Die Gadgets sind kleine Bausteine (Applikationen, Mini-Websites oder Toole) zum Gebrauch auf einer personalisierten Startseite. Sie als  werden von Googles so definiert:

Gadgets sind interaktive Minianwendungen, die sich an beliebiger Stelle auf Ihrem Desktop oder Ihrer iGoogle-Seite platzieren lassen und zur Anzeige neuer E-Mails, Informationen zum Wetter, Fotos und personalisierter Nachrichten dienen.

Hier der Link zur Google Gadgets-Präsentation.

In den USA soll die Verwendung der iGoogle-Seite bereits recht populär sein. Wenn sich dieser Trend auch in Deutschland durchsetzt, werden sich die Google Gadgets sicherlich zu einer neuen und preiswerten Trafficquelle entwickeln, denn ein Gadget ist schnell erstellt. Außerdem kann so sehr gezielter Traffic generiert werden, bei der Google Gadget-Erstellung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Gedanken zur SEO-Effizienz

Einen sehr interessanten Beitrag von Hanns Kronenberg habe ich heute auf dessen SEO-Blog gefunden. Darin untersucht er aus SEO-Sicht die optimale Anzahl von indexierten Seiten eines Internetauftritts. Er verwendet hier den Begriff SEO-Effizienz. Effizienz ist ja der Nutzen geteilt durch den Aufwand. Um den Aufwand zu bemessen, zählt er die indexierten Seiten eines Auftritts, die ja in der Regel auch einen mehr oder weniger großen Arbeitsaufwand zur Erstellung eingefordert haben. Den Nutzen (oder auch Erfolg) bewertet er anhand des Sichtbarkeitsindex von SISTRIX. Dieser Index bewertet Internetseiten anhand ihres Vorkommens in den SERPs für häufig gewählte Keywords und ist somit ein verwendbarer Maßstab.

Die SEO-Effizienz errechnet sich dann aus der dem Verhältnis dieser beiden Größen.

Der Beitrag ist recht umfangreich und das Thema nicht ganz banal, deshalb einfach mal reinlesen. Auch die Kommentare ansehen, die sich kritisch mit der Methodik auseinandersetzen – was auch das Ziel des Autors war. Er kommt bei der Untersuchung von 30 unterschiedlichen Internetseiten zu der Vermutung, dass die SEO-Effizienz bei kleineren Projekten größer ist als bei größeren Auftritten. Wobei er selbst eingesteht, dass die Datenbasis recht klein ist. Der SEO-Effizienz-Artikel lädt zumindest zum Nachdenken ein!

Onlinemarketing-Buch: Interview zum Buch

Alexander Holl hat ein ausführliches Interview mit Sebastian Günther geführt, dessen Buch hier bereits besprochen wurde.

Hier geht es direkt zum Interview über das Onlinemarketing-Buch.

Bei Alexander Holl findet sich auch eine weitere Rezension dazu.  (Zielseite leider verschwunden)

Außerdem hat in der Vergangenheit bereits die SEO-Community Berlin eine längere Rezension verfasst. (Zielseite auch weg)