Affiliate Marketing eBook: Interview mit Simon Kronseder

Frage:

Hallo Simon, wir kennen uns persönlich von diversen SEO-Konferenzen. Aber stell dich doch kurz den Lesern von Seorie.net vor. Was ist dein Background und was sind deine Aufgaben als Head of Affiliate Marketing bei Projecter.

Simon:

Simon Kronseder

Affiliate Marketing-Experte Simon Kronseder

Hallo Dirk, vielen Dank für die Möglichkeit mich deinen Lesern vorzustellen. Ich fange einfach mit meinem Background an. Ich bin Bayer ;) und studierter Wirtschaftsinformatiker. Während meines Studiums war ich als Leistungssportler (Volleyball) tätig und bin danach direkt bei Projecter eingestiegen. Mittlerweile verantworte ich den Bereich Affiliate Marketing. Dabei gehören zu meinen Aufgaben die interne Organisation des Kanals, sowie die Themen Aus- und Weiterbildung. Da unser Team stark wächst und Affiliate Marketing an sich in den Fokus von Unternehmen rückt, nimmt die Kommunikation mit Kunden und neuen Anfragen einen immer größeren Stellenwert an. Außerdem betreue ich die Partnerprogramme von MYDAYS und dem Taschenkaufhaus, ich bin also immer noch an der Front, worüber ich auch froh bin.

Frage:

Euer Team hat jetzt mit einem E-Book für Furore gesorgt. Es trägt den sich selbst erklärenden Titel Affiliate Marketing eBook: Ein Leitfaden für Affiliates und Merchants. Kompliment – sehr lesenswert, und auch noch kostenlos. Warum investiert man so viel Zeit in ein E-Book von über 200 Seiten und verschenkt es dann? War das vielleicht deine Idee?

Simon:

Herzlichen Dank, das sehr positive Feedback auf unser eBook hat uns einerseits überrascht, aber auch sehr gefreut. Die Idee das eBook kostenlos zum Download zu stellen, war eigentlich von Anfang an fix. Wir hatten beim Schreiben die zusätzliche Veröffentlichung als On-Demand-Druck angedacht. Das man auch ein Hardcover darum binden könnte, wurde an uns erst von den Lesern herangetragen. Vielleicht bieten wir das zukünftig auch noch als zusätzliche Möglichkeit an, aber das kostenlose eBook soll es weiterhin geben. Die unentgeltliche Veröffentlichung rührt daher, dass es noch keine umfassende Publikation im Affiliate Marketing gab und wir eine möglichst große Leserschaft erreichen wollten. In Zeiten von Freemium Geschäftsmodellen ist das eBook zwar für die Leser kostenlos, die Bekanntheit unserer Agentur verringert sich dadurch aber auch nicht ;)

Frage:

Ihr stellt das E-Book als “allgemeinverständliche Einführung ins Affiliate Marketing” vor, die möglichst umfassend die Fragen beantworten soll, die üblicherweise entstehen. Was sind Deiner Meinung nach die häufigsten Fragen, die bei einem Merchant auftreten, der bisher noch keine Erfahrung im Affiliate Marketing sammeln konnte?

Simon:

Die meisten Kunden, die auf uns zukommen und im Affiliate Marketing durchstarten wollen, besitzen zwar keine Erfahrung in dem Bereich, haben sich allerdings schon in den Thematik eingelesen. So gesehen ist das Grundprinzip klar. Die häufigsten Fragen beruhen darauf, verstehen zu wollen, wie Affiliates arbeiten und wie die Zusammenarbeit aussehen wird. In den Gesprächen geht es meistens gar nicht um technische Details, Werbemittel oder ähnlichem. Was ja auch verständlich ist, schließlich sind die Affiliates die späteren Partner, die die Umsätze generieren und da möchte man schon Klarheit haben, wie das passiert.

Ist das einmal geklärt, interessieren sich die meisten Merchants dafür, wie man ein geeignetes Provisionsmodell aufstellt. Also wie viel sollte der Merchant von seiner Marge an den Affiliate abgeben, damit beide Seiten glücklich werden. In diesem Zusammenhang kommen dann auch Fragen, wie die Provisionen der Netzwerke und der Agentur mit reinspielen.

Frage:

Meiner Meinung nach hat das Interesse der Online-Shops gerade auch während der Wirtschaftskrise zugenommen, in Marketingkanäle zu gehen, in denen nur geringe Fixkosten entstehen und die sich gezielt skalieren lassen. Aber auch für Unternehmen, die überhaupt nichts im Internet verkaufen, ist es interessant geworden, sich mit dem Thema Affiliate Marketing zu beschäftigen. Wie siehst du das?

Simon:

Vielleicht sogar nicht während der Wirtschaftskrise, sondern wegen der Wirtschaftskrise. Veränderungen passieren oftmals erst, wenn man gezwungen wird, diese umzusetzen. Vor allem größere Anbieter setzen ja schon lange und erfolgreich auf performancebasierte Kanäle.

Im Gegensatz zu klassischen Marketingkanälen bieten Online-Kanäle die Möglichkeit getätigte Werbemaßnahmen und deren Resonanz genau zu kontrollieren und auszuwerten. Der Shopbetreiber bekommt klar messbare Werte, die zeigen, ob sich die Investition gelohnt hat oder nicht. Streuverluste und das finanzielle Risiko lassen sich dadurch deutlich reduzieren. Besonders im Affiliate Marketing profitieren Unternehmen von der Performance Ausrichtung. Werden keine Umsätze generiert, fallen auch kein Kosten an. Wenn man sein Provisionsmodell einmal auf ordentliche Beine gestellt hat, profitieren alle Parteien daran langfristig.

Ich denke, dass diese Entwicklung auch in Zukunft weiter anhalten wird. Nach wie vor haben ganze Branchen das Affiliate Marketing noch nicht für sich entdeckt. Auch der B2B Bereich steht hier noch in den Kinderschuhen.

Frage:

Zum Abschluss noch ein Blick in die Glaskugel: Wie wird sich der Bereich Affiliate Marketing weiter entwickeln? Was sind die heißen Trends, die man als Merchant oder Affiliate nicht verpassen sollte?

Simon:

Die allseits beliebte Glaskugel :D Mit Sicherheit wird uns auch in nächster Zeit das Thema Customer Journey begleiten. Schon seit Jahren diskutiert, gibt es noch keine praktikable Lösung. Mit großer Freude sehe ich die zunehmende Professionalisierung der Branche. Affiliates rücken ab vom Image des Einzelkämpfers und stellen sich als Unternehmen auf. Merchants nehmen den Kanal ernster und intensivieren die Betreuung ihrer Partnerprogramme. So ganz langsam schüttelt die Branche das Image der Black Box ab.

Gespannt bin ich auch auf die zukünftige Rolle der Netzwerke. Merchants werden auf technischer Ebene immer fitter, Netzwerke als reine Technikdienstleister wird also langfristig nicht ausreichen. Vertikale Netzwerke haben sich bereits auf einzelne Branchen spezialisiert, hier wird in den nächsten Jahren Bewegung reinkommen.

Als ganz heiße Trends, sowohl für Affiliates und Merchants, werfe ich Schlagworte wie Offenheit, gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Geschäftsbeziehung in die Runde ;)

Vielen Dank für das Interview an Simon Kronseder von Projecter aus Leipzig!

Affiliate Marketing eBook

Cover des Affiliate Marketing eBook

Projecter ist eine Agentur für Online Marketing (www.projecter.de) aus Leipzig. Mit einem Team von aktuell 19 Mitarbeitern bieten wir Umsetzung und Beratung in den Bereichen Affiliate Marketing, Suchmaschinenmarketing und Social-Media Marketing an. Unsere Spezialisierungen liegen in der Betreuung von eCommerce Shops und der Erstellung von individuellen Online Marketing Konzepten für KMUs und Startups. Performanceorientierung und Transparenz liegt uns ganz besonders am Herzen, ebenso wie eine persönliche Betreuung unserer Kunden.

Mit 211 Seiten haben wir unser Affiliate Marketing eBook (http://www.projecter.de/affiliate-ebook) letzte Woche veröffentlicht und mittlerweile über 2.000 Downloads erreicht. Aus Affiliate- und Merchant-Sicht behandelt das eBook wichtige Themen des Affiliate Marketings. Wie werde ich Affiliate bzw. Merchant? Welche Geschäftsmodelle gibt es für Affiliates? Was muss man bei der Arbeit mit einem Partnerprogramm berücksichtigen? Ein Überblick zu den Affiliate Netzwerken, sowie technischen Aspekten finden sich ebenfalls im eBook.

SEO Campixx 2011 noncap

Nachdem ich bei den ersten beiden Ausgaben der Berliner SEO Campixx dabei war, nehme ich in diesem Jahr eine Auszeit:

Die SEO Campixx 2011 wird ohne mich stattfinden müssen… :-(

Allen Teilnehmern wünsche ich viel Spaß – und hoffe, dass die besten Präsentationen ihren Weg ins Netz oder zumindest in meinen elektronischen Briefkasten finden werden. Einige Leute, die ich am Müggelsee kennen gelernt habe und die bei den letzten beiden Campixxen mit dabei waren, setzen 2011 aus. Mir was das Anmeldeverfahren (wie anderen auch) zu umständlich, außerdem fand ich die Veranstaltung bereits im letzten Jahr zu groß – wenn nicht alle Besucher im Tagungshotel unterkommen, geht der “Spirit” nunmal verloren.

Außerdem bin ich geschäftlich derzeit sehr eingespannt (u.a. Büroumzug), und ein Konferenzbesuch in Deutschland ist immer mit einer weiten Anreise und (im Falle der Campixx) drei Hotel-Übernachtungen verbunden-  was Zeit und Geld kostet.

Deutschland braucht meiner Meinung nach eine SEO-Gegenveranstaltung am Rhein, damit sich das Ganze etwas verteilt (und wieder in ein Hotel reinpasst, also sagen wir zweimal 250 bis 300 Besucher). Aber grundsätzlich finde ich diese SEO Campixx eine Bereicherung und werde vielleicht 2012 nochmal vorbeikommen…

Update: OK, wer wirklich an der Sache interessiert ist, der kann gerne hier weiterlesen:

http://www.seokai.com/seo-campixx-2011-recap/

http://www.codersx.net/blog/seo-campixx-2011-recap/

http://www.seodeluxe.de/index.php/allgemein/seo-campixx-2011-recap-tag-1/

http://www.seokratie.de/seo-campixx-2011-recap/

Viel Spaß mit den echten SEO Campixx 2011 Recaps!

Hier noch ein paar weitere Empfehlungen zur inhaltlichen Vertiefung:

Gerald Steffens rekapituliert mit einer wunderschönen Allitaration (total tolle Trommelwirbel-Tornados traumatisierten tierisch tolerante Tonträger.)

Der Blog von Fastbacklink hat die vielleicht umfassendste Linkliste zu Campixx2011-recaps (Gruß an Christoph)

Und der beste Link überhaupt: Linkliste zu einigen Präsentationen der Campixx 2011

SEO-Tipps für Google Places (Lokale Suche)

Gestern wurde auf SEOmoz eine Untersuchung zu Ranking-Faktoren veröffentlicht. Thema: Wie berechnet Google, welche Ergebnisse in Google Places, also in der lokalen Suche, höher bewertet werden als andere? Die Untersuchung vergleicht insgesamt 11 verschiedene Branchen (z.B. Restaurants, Anwälte, Fitness-Studios) in 20 US-amerikanischen Städten und versucht daraus statistisch signifikante Folgerungen zu ziehen. Was ist Zufall – und was sollte man bei der Optimierung von Google Places-Einträgen auf jeden Fall beachten.

Hier der Link zur Studie: Google Places SEO: Lessons Learned from Rank Correlation Data

Das soll fürs erste einmal reichen, ich werde die wichtigsten Ergebnisse hier demnächst zusammenfassen. Im Moment fehlt mir dazu leider die Zeit…

Google Places - schon angemeldet???

Google Places - schon angemeldet???

2011 wird ein Google Places-Jahr

Mein  erster Eindruck: Rand Fishkin hat hier mit seinem Team von SEOmoz einen tollen Job gemacht, die beste Untersuchung, die ich zu dem Thema bisher gesehen habe. Und natürlich top-aktuell (Daten wurden erst im November 2010 erhoben). Auch wenn vielleicht noch nicht alles in Deutschland so abläuft wie in den USA – wer diese SEO-Tipps für Google Places beachtet, sollte für die Zukunft gut vorbereitet sein – und 2011 wird meiner Meinung nach das Google Places-Jahr!

Meine persönlichen Empfehlungen: SEO-Blogs

Eine Bloglist stellt nur bedingt einen Mehrwert für den Besucher eines Blogs dar. Deshalb habe ich die SEO-Bloglist heute abgeschafft und durch die Seite SEO-Empfehlungen ersetzt. Dort findet man eine kommentierte Liste ausgewählter Blogs und Foren, die ich persönlich für hilfreich halte.

Weiter zu SEO-Empfehlungen

Evtl. werde ich die Liste noch etwas erweitern, aber sie soll nicht zu lang werden, da sonst die Übersichtlichkeit zu leiden hätte. Ich denke aber, dass die aufgelisteten Seiten vollkommen ausreichend sind, um sich einen Überblick über relevante Entwicklungen in der SEO-Szene zu verschaffen. Dazu  sollte man natürlich auch die einschlägigen “offiziellen” Seiten der Suchmaschinenbetreiber berücksichtigen, die ich nicht extra aufgelistet habe.

Im Falle von Google wäre da der offizielle Google Blog zu nennen. Für deutsche User, und im speziellen für SEOs, ist http://googlewebmastercentral-de.blogspot.com/ eine beliebte Anlaufstelle.

Im Falle Bing ist das hier ein guter Link: http://www.bing.com/community/site_blogs/b/search/default.aspx

Ich denke, dass man jede Woche ein paar Stunden mit der Bloglektüre verbringen sollte. Je nach der eigenen Zeiteinteilung z.B. regelmäßig einen halben Arbeitstag oder jeden Tag eine Stunde zum morgendlichen Aufwärmen. Ich hoffe, dass meine SEO-Empfehlungen beim ein oder anderen Leser zu ein paar Neuentdeckungen führen werden. Viel Erfolg bei der Recherche!

5 Tipps für eine strukturierte Keyword-Recherche

Die Auswahl der Suchbegriffe (Keywords) sollte nach der grundlegenden Festlegung einer SEO-Strategie der zweite Schritt sein, wenn man einen Internetauftritt durch SEO-Maßnahmen verbessern möchte. Wer hier solide arbeitet, der hat gute Chancen auf einen deutlichen Besucherzuwachs. Wie sollte man dabei am besten vorgehen?

Kostenpflichtige SEO-Tools: ja oder nein?

Immer mehr Anbieter treten mit mal mehr, mal weniger umfassenden SEO-Tools auf den Markt, die üblicherweise auch Impulse für die Keyworderstellung liefern oder diese zu einem Großteil übernehmen. Aber braucht man direkt solche kostenpflichtigen SEO-Tools, oder kann man auch mit frei zugänglichen Werkzeugen ein vergleichbares Ergebnis erreichen?

Für beide Standpunkte gibt es gute Argumente, aber in diesem Beitrag soll gezeigt werden, dass man auch mit freien Tools zu einer tragfähigen Keyword-Basis kommen kann. Natürlich erleichtern professionelle Tools die Arbeit und werden deshalb gerade von Agenturen vermehrt eingesetzt. Aber muss man wirklich und regelmäßig fünfzig, hundert oder noch mehr Euro investieren (in der Regel wird auf monatlicher Basis abgerechnet), wenn man sich nicht ständig mit der Optimierung von Internetauftritten und der Recherche von Keywords beschäftigt? Vielleicht kann man das dabei eingesparte Geld ja an anderer Stelle viel besser einsetzen, etwa für professionell erstellte Texte – Content ist ja King.

Wo wollen wir eigentlich hin?

Diese Zieldefinition sollte bereits in der einer Keyword-Recherche vorangehenden Erstellung der SEO-Strategie geklärt werden. Aber natürlich sollte man etwas flexibel an die Sache herangehen. Grundsätzlich geht es in der Keyword-Recherche darum, Suchbegriffe zu identifizieren, die ein hohes Suchaufkommen versprechen, bei denen der Wettbewerb akzeptabel ist und die letztlich auch zu Conversions gleich welcher Art führen (wobei der letzte Punkt sich nur bedingt ex ante einschätzen lässt).

Die eigenen Ressourcen sollten realistisch eingeschätzt werden – je kleiner die Mittel, um so mehr sollte man sich auf Long-Tail-Suchbegriffe konzentrieren. Steht ein großes Budget zur Verfügung, dürfen die volumenträchtigen Begriffe natürlich nicht fehlen – wobei man bei guten Positionen für Top-Suchbegriffe nicht nur einiges an Arbeit (=Geld) investieren muss, sondern auch einige Monate oder sogar Jahre Geduld mitbringen sollte.

Tipp 1: Leute fragen, die sich mit dem Thema auskennen

Gehen wir von folgendem Fall aus: Die Internetseite eines mittelständischen Maschinenbau-Unternehmens soll für den deutschen Sprachraum optimiert werden. Um eine Ausgangsbasis an Suchbegriffen zu erhalten, hat es sich bewährt, die Mitarbeiter von Unternehmen zu befragen. Gerade Vertriebsmitarbeiter sollten schnell eine Liste von Begriffen erstellen können, die sie in den Gesprächen mit Kunden der Firma immer wieder verwenden bzw. zu hören bekommen. Möglicherweise kann man auch noch (zukünftige oder reale) Kunden befragen, etwa in seinem eigenen Bekanntenkreis, oder den Auftraggeber darum bitten. So hat man schon einmal ein paar Wörter, auf denen man aufbauen kann.

Tipp 2: Adwords Keyword Tool einsetzen

Das hilfreiche Google Adwords Keyword Tool

Das hilfreiche Google Adwords Keyword Tool

Auch wenn Sie keine Adwords-Kampagnen planen möchten: Das offene Keyword-Tool von Google Adwords, in das Google eine riesige Datenmenge einspeist, ist die vielleicht wichtigste Adresse, um Keyword-Listen zu erstellen. Zudem liefert das Tool ergänzende Vorschläge – schnell ist so eine umfangreiche Liste erstellt.

 

Lassen Sie sich alle Spalten anzeigen, was als Standardeinstellung nicht der Fall ist! Die Informationen zum geschätzten durchschnittlichen CPC (Indikator für die Kosten, die Wettbewerber für Anzeigen bei diesem Suchbegriff investieren) geben erste Hinweise, welche Suchbegriffe möglicherweise gut performen.

Wobei immer berücksichtigt werden soll, dass möglicherweise Adwords-Kunden mit vollkommen unterschiedlichen Zielsetzungen auf einen bestimmten Begriff bieten. „Maschinenbau“ ist bspw. nicht nur für Firmen aus dieser Branche, sondern auch für große Stellenbörsen oder Vermittler von Studienplätzen ein interessanter Begriff. Zudem arbeitet der Adwords-Markt alles andere als perfekt, und viele Buchungen machen eigentlich gar keinen Sinn, d.h. der Kunde, der auf bestimmte Begriffe bietet, erzielt damit keine Conversions und merkt es aufgrund fehlenden Sachverstands auch gar nicht. Dadurch können erhebliche Verzerrungen zustande kommen, gerade bei Suchbegriffen, die nicht so häufig nachgefragt sind. Hier der Link zum Tool: https://adwords.google.com/select/KeywordToolExternal

Tipp 3: Google-Adwords-Anzeigen schalten und testen (kostenpflichtig)

 

Google Adwords Anzeige für Google Adwords

Google Adwords Anzeige für Google Adwords

Dieser Tipp ist leider nicht ganz kostenlos. Es geht hierbei aber nicht darum, große Summen für Adwords-Kampagnen auszugeben. Vielmehr soll nur kurz geprüft werden, ob bestimmte Suchbegriffe tatsächlich verwendet werden. Dies lässt sich im Adwords-Interface ja gut erkennen. Auch die Klickraten lassen Rückschlüsse zu – wobei diese nicht zuletzt von der Attraktivität der Anzeigentexte und deren Nähe zum Suchbegriff abhängen.

Ein kleiner Trick: Wenn Sie nicht beabsichtigen, dauerhaft mit Adwords-Anzeigen zu arbeiten, und Ihr Budget schonen möchten, sollten die Anzeigentexte gerade nicht zum (für sie kostenpflichtigen) Klicken animieren. Denn die Information über die Impressions, also wie oft eine Anzeige pro Zeiteinheit ausgeliefert wird, erhalten Sie in jedem Fall – also auch (fast) gratis. Bedenken Sie aber: Darunter leidet dann aber der sogenannte Quality Score und für spätere Adwords-Anzeigen zahlen Sie mehr Geld …

Diese Taktik kann mit einem kleinen Budget schon gewisse Erkenntnisgewinne bringen. Wenn Sie in der glücklichen Situation sind und Geld keine so große Rolle spielt, sollten Sie mit größeren Tagesbudgets arbeiten und auch unterschiedliche Kombinationen der drei Parameter Suchbegriff-Anzeigentext-Landing Page durchspielen, um den Wert der Keywords und die Intention der User, die diese nutzen, besser zu erkennen. Das Zauberwort hierbei heißt „statistisch signifikante Aussagen“ – nur wenn Sie bei jeder Kombination einmal eine gewisse Anzahl von Klicks erreicht haben, lassen sich daraus verwertbare Rückschlüsse ziehen.

Wenn Sie sehr ambitioniert sind, sollten Sie auch den Faktor Zeit (an welchem Wochentag wird was gesucht? Wann performt welche Kombination Suchbegriff-Anzeige-Landing Page am optimalsten?) und Lokalität (Bayern und Brandenburger können sich erheblich unterscheiden – wo “wohnen” eigentlich Ihre liebsten Kunden?) mit berücksichtigen.

Tipp 4: Web-Analytics auswerten

Welche Seite wurde in den letzten 3 Monaten über die organische Suche gefunden? Welche Begriffe wurden häufig verwendet. Nicht nur auf die Häufigkeit bestimmter Keywords achten, auch nach Variationen recherchieren – die Filter von Google Analytics & Co. bieten die Möglichkeit, alle Keyword-Kombinationen anzuzeigen, in denen der Begriff „Maschinenbaufirma“ auftaucht.

Die Web-Analytics-Programme erlauben es, die Performance von Besuchern exakt zu messen – dazu wurde sie ja auch programmiert. Konzentriert man sich hierbei auf den Teilbereich Keywords, so lassen sich gute Suchbegriffe und Suchphrasen von weniger Guten trennen. Dies kann man anhand bestimmter messbarer Werte realisieren wie Dauer des Aufenthalts auf der Seite, Anzahl der angesehenen Seiten oder – was natürlich nicht fehlen sollte – anhand der Conversions. Das sind im Falle unserer Maschinenbaufirma Anfragen über das Kontaktformular oder eine Registrierung für den Newsletter. Den Newsletter sollte man – zumindest bei größeren Firmen mit viel Informations-Output – speziell für unterschiedliche Gruppen erstellen, also z.B. einen für Kunden, einen für Journalisten, einen Karriere-Newsletter für potenzielle Bewerber). Gibt der Besucher zu erkennen, zu welcher dieser Gruppen er gehört, sind das wiederum wichtige Informationen, die man für die gesamte Suchmaschinenoptimierung berücksichtigen sollte.

Tipp 5: Latent Dirichlet Allocation (LDA)

Ein komplizierter Begriff, der aber eigentlich ganz einfach zu erklären ist: Galt es früher als angesagt, Texte für Suchmaschinen zu verfassen und immer die Keyword Density im Auge zu behalten (wie häufig tritt der Begriff, für den der Inhalt ranken soll, anteilmäßig im Text auf), so sind die Suchmaschinen heute schon besser geworden und erkennen dies als Manipulationsversuch. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch um die menschlichen Besucher der Seite nicht mit schlecht lesbaren Texten zu erschrecken, sollte man eine bunte und an Synonymen reiche Sprache verwenden. Zumindest in den USA gibt es bereits Tests, dass eine Berücksichtigung der LDA positive Auswirkungen auf das Ranking hat.

Bezogen auf unsere Keyword-Liste bedeutet dies: Für die wichtigsten Begriffe sollten auch ein paar Synonyme recherchiert werden, die dann zumindest im Fließtext alternierend mit dem Suchbegriff, auf den eine Seite hin optimiert werden soll, Anwendung finden sollten. Wobei ein guter SEO-Texter das automatisch machen sollte.

Und dann?

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, um die Keyword-Liste auszubauen. Wer sich im Internet mit offenen Augen bewegt, der wird, wenn er die Suchmaschinen richtig bedient (die Google Suchparameter nutzen und nicht zu vergessen: die Bing Suchbefehle), noch viele weitere Schlüsselwörter finden…

Zwei weitere interessante Tools zur Recherche sind das bewährte Google Insights for Search und das brandneue Yahoo Clues. Das ist dann ein schönes Thema für einen neuen Beitrag auf Seorie.net, ebenso sollten wir hier noch einmal auf die Google Webmaster Tools eingehen, die immer reichhaltigere Informationen ausliefern. Und diese Werte kann man dann mit den Bing Webmaster Tools vergleichen und verknüpfen!

Auch die Frage, was man mit der Keyword-Liste dann eigentlich anstellen soll, könnte einmal Thema eines Beitrags werden.

Und nicht vergessen: Die Keyword-Recherche ist ein Prozess und kein Projekt – sie endet niemals!

SEO Masterclass mit Rand Fishkin recap

Am vergangenen Freitag stand für mich die SEO Masterclass mit Rand Fishkin von SEOmoz auf dem Programm. Schon lange hatte ich mich darauf gefreut, den umtriebigen US-Amerikaner einmal live zu erleben. Im Rahmen der diesjährigen Webit in Sofia/Bulgarien war es dann soweit. Und ich wurde nicht enttäuscht, nicht nur inhaltlich, sondern auch vom Vortragsstil her wurde ein Referat auf einem sehr hohen Niveau abgeliefert – Masterclass eben, nichts für Anfänger. ;-)

Rand Fishkin in Sofia

Rand Fishkin in Sofia

Rand Fishkins Twitter-Account sollte jeder im Auge behalten, der sich für aktuelle Trends in der Suchmaschinenoptimierung interessiert.

Das Hochladen des Referats ins Internet hatte Rand nahezu in Echtzeit realisiert – zwischen der Masterclass, die gleichzeitig die letzte Veranstaltung der diesjährigen Webit Expo in Sofia war,  und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein in einem Irish Pub. Zu diesem war über Facebook eingeladen worden, d.h. hier tauchten auch Leute auf, die es nicht zur Webit Expo geschafft hatten oder denen die dortigen  Eintrittspreise zu hoch waren, alleine für den Besuch der SEO-Masterclass wurden vor Ort über 100 Euro fällig. Die Pub-Gruppe setzte sich dann aus ca. 30 Leuten, gegenüber wohl über 100 in der Masterclass (in der aber auch nicht auf den abendlichen Treff hingewiesen wurde).

Die 166 Slides der SEO Masterclass Presentation sprechen für sich und sind dank ihres Tiefgangs bereits auf vielen SEO-Blogs weiterverbreitet worden.

SEO Masterclass Webit 2010

Noch mehr Presentationen des Wizard of Moz randfish.

Deshalb hier nur ein paar subjektive Anmerkungen zu Tipps, die ich für hilfreich halte:

Indexierung über Webanalytics beobachten

Wie viele Seiten meines Internetauftritts sind eigentlich von Google oder Bing indexiert worden? Nur Seiten, die im Index vorhanden sind, können logischerweise in den Ergebnissen der Suchmaschinen  (SERPS) auftauchen. Mehr Seiten (mit unterschiedlichen Inhalten!) ist also besser, da dann eine höhere Chance auf Besucher über die organische Suche besteht. Deshalb sollte man diesen Wert im Auge behalten. Nur: Wie sollte man hierbei vorgehen? Die “klassische” Methode ist die Site-Abfrage, z.B. werden über “site:www.domain.com” alle Seiten dieser Seite angezeigt. Aber wirklich alle? Erstens ändert sich dieser Wert, wenn man sich durch die Ergebnisse klickt. Und zweitens, darauf wies Rand hin, können die Abfragen verschiedener Google-Seiten massiv voneinander abweichen, etwa google.com vs. google.de vs. google.de (einfach mal ausprobieren). Besser wären da schon die Google Webmastertools. Aber als “best practice” gab Rand Fishkin den Zuhörern mit auf den Weg, die Indexierung über das Wabanalytics-Tool der Wahl zu protokollieren.

Suchmaschinen in Analytics getrennt betrachten

Oft wird der Fehler begangen, dass man die Statistiken der eigenen Internetseiten nur überfliegt und so zu falschen Schlüssen kommt. So kann es vorkommen, dass die Zahl der unique visitors, die über die organische Suche (.d.h. keywords) auf einer Seite landeten, in den letzten Wochen angestiegen ist. Was auf den ersten Blick sehr erfreulich, kann beim zweiten Hinsehen schon ganz anders aussehen – wenn man sich nämlich die Suchmaschinen getrennt anschaut (google.de vs. bing.com vs. yahoo.com vs. yandex.com vs baidu.com), dann kann das Bild schon ganz anders aussehen. Möglicherweise ist plötzlich eine Top-Position bei der chinesischen Suchmaschine baidu erreicht worden, die kräftig Besucherströme auf die Seite schickt, während man bei Google verloren hat. Ein Shop, der nur innerhalb von Deutschland liefert, könnte durch diese Veränderung massive Umsatzeinbrüche erleiden. Also immer etwas in die Tiefe gehen und die Ströme auch auf Umschichtungen zwischen verschiedenen Suchmaschinen abklopfen.

Neu: Latent Dirichlet Allocation-Tool auf SEOmoz

Zum Schluß wies Rand noch auf ein Thema hin, das ihn derzeit besonders beschäftigt: Latent Dirichlet Allocation (LDA). Darunter versteht man ein Wahrscheinlichkeitsmodell, durch das Relevanz von Text zu dem zu untersuchenden Begriff untersucht werden kann. Wenn beispielsweise zu prüfen ist, ob eine Seite Themenrelevanz zum Keyword Suchmaschinenoptimierung hat, würde dies durch alle Wörter begünstigt, die mit dem Wort Suchmaschinenoptimierung in einer “engen Verwandschaft” stehen, also Linkbuilding, Pagerank, SEO, usw.. Die SEOmoz-Tools wurden um ein entsprechendes Tool ergänz, das genau dies (allerdings nunr für englischsprachige Seiten) erreichen soll. Dafür wurde anhand der englischen Wikipedia die Beziehungen von Wörtern zueinander gemessen und als Basis für das Tool genutzt. Hier kann man es sich einmal ansehen (kostenlose Anmeldung ist notwendig): SEOmoz Latent Dirichlet Allocation-Tool

Übrigens: Wer dachte, dass Rand Fishkin als CEO von SEOmoz Werbung für seine Tools macht (bzw. die PRO-Mitgliedschaften, über die sich das Unternehmen finanziert), der wurde enttäuscht. Es war wirklich ein Fachvortrag und hatte wirklich rein gar nichts mit einer Verkaufsveranstaltung zu tun.

Webit 2010 in Sofia

Webit 2010 in Sofia

Noch zur Webit: Nachdem ich im letzten Jahr bei fast allen Haupt-Präsentationen dabei war, habe ich 2010 auf das Company-Ticket verzichtet. Neben einigen guten Vorträgen gab es 2009 (und wie man so hörte auch 2010) dann doch zu viele Sales-Shows, und für so etwas möchte ich dann kein Geld ausgeben. Die Anzahl der Stände war nicht höher als letztes Jahr – also sehr überschaubar (sorry für die schlechten Handy-Fotos…).

Weiterlesen bei Paris Childress, der eine ganze Reihe von Tipps zusammenfasst, die er aus der SEO Masterclass mitgenommen hat:  – 37 takeaways from SEOmoz Master Class in Bulgaria

03.11  Foto-Update

Lessons learned – öfter mal was verrücktes machen und sich dabei fotografieren lassen = viele Links. Du bist berühmt? Dann lasse dich mit möglichst vielen Leuten fotografieren und kassiere die Backlinks ein!

Top-Beispiel das Linkbait-Foto des Abends: Rand Fishkin macht zu später Stunde noch einen Handstand (Respekt!) :

…noch ein paar weitere Fotos von der SEOmoz Facebook-Seite, die sicherlich wieder ein Menge an Link generieren werden.

Rand macht 'nen Kopfstand (Linkbait!)

Rand macht 'nen Kopfstand (Linkbait!)

Lustige SEO-Runde

Lustige SEO-Runde

Pic mit Rand Fishkin

Pic mit Rand Fishkin

Rand meets Seorie

Rand meets Seorie

Rand mit Stanislav Dimitrov und Paris Childress

Rand mit Stanislav Dimitrov und Paris Childress