SEO-Adventskalender und SEOlytics-Maskottchen

Der SEO-Adventskalender, den Stefan Fischerländer alljährlich auf seiner Suchmaschinentrick-Website veröffentlicht, hat sich zu einer festen Institution entwickelt. Jeden Tag gibt es Gewinnspiele mit mehr oder weniger schwierigen Aufgaben, oft reicht auch ein simpler Tweet aus. Alles hat irgendwie mit SEO zu tun, mal mehr, mal weniger. Für die kalten Dezembermorgen eine willkommene Abwechslung. Besonders interessant fand ich dieses Jahr den Wettbewerb von SEOlytics (der übrigens noch andauert). Zielsetzung: Das Maskottchen so zu (ver-)kleiden, dass es der winterlichen Kälte besser widerstehen kann.

Dazu hat unsere Designerin Ani sich ihre ganz eigenen Gedanken gemacht und das SEOlytics-Maskottchen mit Glühwein “abgefüllt”. So wird es von innen gut aufgewärmt und kann 2014 so richtig durchstarten… Prost!

SEOlytics-Maskottchen

Das SEOlytics-Maskottchen trinkt Glühwein

Der Wettbewerb von SEOlytics läuft noch, hier im Blog des Toolanbieters aus Hamburg erfährt man mehr dazu und kann bis zum 19. Dezember 2013 teilnehmen.

EUGH stärkt Suchmaschinen – und indirekt Anbieter von Online-Reputationsmanagement-Software

Ob Suchmaschinenbetreiber Verantwortung für die „Ergebnisse“ haben, die sie ihren Nutzern zur Verfügung stellen, darüber wird immer wieder diskutiert. Vor dem EuGH wird in Kürze ein Fall zu beurteilen sein, in dem ein Spanier von Google fordert, seinen Namen nicht mehr in den SERPS erscheinen zu lassen, ihn also manuell zu entfernen. Der Kläger stört sich hierbei daran, dass er im Zusammenhang mit einer weit zurückliegenden Zwangsversteigerung genannt wird – was seine Reputation schädigt – und dass hier ein negetiver Eindruck entsteht, lässt sich schwerlich von der Hand weisen.

EuGH

Wappen des EuGH mit Sitz in Luxemburg

Der EuGH-Generalanwalt formulierte nun am Dienstag in Luxemburg seinen Schlussantrag im Streit um das „Recht auf Vergessenwerden“ im Internet – und lehnte das Ansinnen des Klägers ab. Nur bei unrichtigen Angaben bestehe ein Recht auf Vergessen. Hier der entsprechende Artikel auf faz.net. Entscheidungen des EuGH folgen in aller Regel den Anträgen des Generalanwalts, daher kann sich Google hier bereits als Sieger fühlen – auch wenn das Urteil noch auf sich warten lassen wird.

Freuen dürften sich daneben auch die Anbieter von Online-Reputationsmanagement-Software bzw. die Dienstleister aus dieser Branche. Privatpersonen (aber auch Firmen) müssen, so die Logik des EuGH-Verfahrens, noch stärker auf ihre Online-Reputation achten. Am Besten ist es natürlich immer, erst keine „negativen“ Meldungen im Bezug zur eigenen Person zuzulassen. Ist es dann doch passiert, müssen diese so schnell wie möglich auch wieder aus dem Netz verschwinden, dann tauchen sie auch nicht mehr in Suchmaschinen auf. Ist das nicht realisierbar, helfen SEO-Maßnahmen, um die entsprechenden Ergebnisse in den Rankings nach hinten zu befördern und somit „unsichtbar“ zu machen.

Online-Reputation – Tipps zur Selbsthilfe

  • Wie “besetzt” man die ersten Google-Rankings am einfachsten? Hierbei bieten es sich z.B. an, unter seinen vollen Namen (Vorname und Nachname) in alle denkbaren sozialen Netzwerke Profile zu erstellen: Anfangen kann man mit Facebook, Xing, Twitter, Linkedin (diese Seiten werden übrigens von anderen Webdiensten (Aggregatoren) ausgelesen und für deren Seiten genutzt, d.h. die Einträge multiplizieren sich.
  • Eine Website mit dem eigenen Namen als URL (www.angela-merkel.de/‎) ist der beste Garant für eine vordere Position.
  • Wenn man es richtig machen möchte, helfen auch Gastbeiträge, in denen man ein kurzes Autorenprofil (mit Vollnamen) einfügen darf – oder Interviews. Möglichkeiten gibt es genug, auch für Nicht-Promis. Benötigt wird natürlich ein interessantes Thema, und Zeit kostet das ganze auch. Positiver Nebeneffekt: Man betreibt Werbung in eigener Sache, gerade für Selbständige, Politiker, “Experten” sinnvoll…
  • Dann sollte man der Sache etwas Zeit geben. Tritt nach drei Monaten noch keine Verbesserung ein, sollte ein SEO-Dienstleister eingeschaltet werden, der dann durch Linkbuilding oder sonstige Maßnahmen dafür sorgen kann, dass die richtigen Ergebnisse bei Google oben platziert werden – und die ungünstigen somit nach hinten wandern.

Panda-Update: zwei Jahre danach

Die Zeit rennt! Und das sogenannte Panda-Update, mit dem Google Seiten mit schlechtem Content abstrafen wollte, begleitet uns nun schon ganze zwei Jahre! Denn vorbei ist es damit noch nicht, nach der Zählung von SEOroundtabe haben wir gerade, im Januar 2013, das Panda-Update Nummer 23 erleben können! Siehe dazu auch den Tweet, den Google verbreitet hat:

panda-update-23Google nennt es also ein weiteres “Panda data refresh”. Bei Updates kann man ohnehin die Frage stellen, wo ein Update tatsächlich einen eigenen Namen verdient, wo es sich um ein “refresh” handelt und in welchem Fall man erst gar nicht einmal von einem Algo-Update reden oder schreiben sollte. Differenzierungsmerkmal könnten die betroffenen Suchanfragen sein, und hierbei muss man sich dann wohl oder übel auf die Angaben von Google verlassen. Die Sichtbarkeitindizes, die diverse SEO-Toolanbieter ja messen, sind von ihren Keyword-Sets her einfach viel zu klein um hier wirklich belastbare Aussagen treffen zu können.

Panda-Update hat ganze Geschäftsmodelle zerstört

Searchengineland hat in einem Zweiteiler, dem noch ein Interview folgen soll, die Konsequenzen des Panda-Updates unter die Lupe genommen. Im ersten Teil, der hier nachzulesen ist, wird allgemein auf das Update eingegangen. Teil zwei untersucht dann einige der (ehemals) bekanntesten “Artikelschleudern” auf dem US-Markt, also Seiten, die vorwiegend von billigem Content lebten, als die Panda-Bombe einschlug. Dies ist bewusst in der Vergangenheitsform formuliert, denn viele, eigentlich die meisten der aufgezählten Seiten haben entweder ihr Businessmodell komplett umgestellt oder den Betrieb gleich ganz eingestellt.

Suite101 kommt beispielsweise trotz eines großangelegten Umbaus im November 2012 immer noch nicht aus den schlechten Trafficwerten ‘raus – und kündigte vergangene Woche ein komplett neues Businesmodell an. Kernproblem war, dass die Schreiber, die Content beigesteuert hatten, immer zuerst auf ihre zu erzielenden Einnamen schauten und erst dann auf die Qualität. Was man natürlich nachvollziehen kann, denn mancher Autor scheint hiervon nicht schlecht gelebt zu haben. Damit soll es jetzt aber vorbei sein bei Suite 101, das sich jetzt als “new kind of knowledgebase centered on personal experience and passionate interest” aufstellt.

Suchmaschinenoptimierung 2013

Neues Jahr, neues Spiel. Was wird sich auf dem Online-Spielfeld im Jahr 2013 alles verändern? Oder bleibt gar alles so, wie es war?

 

Hier ein paar Thesen zur Richtung des Onlinemarketings, insbesondere auf dem Gebiet SEO. Inspiriert hat mich hierzu kein geringerer als Rand Fishkin, der 10 Thesen für 2013 aufgestellt hat (siehe hier: 10 Predictions for Inbound Marketing in 2013).

 

Google wird auch 2013 dominant bleiben

Es gibt nach wie vor keinen ernst zu nehmenden Gegner für Google. Wird BING durch das neue Windows 8 an Marktanteilen gewinnen können? Vermutlich ja, aber nur in sehr, sehr überschaubarem Umfang. Und auch wenn Facebook irgendwann mal mit einer eigenen Suchmaschine kommen sollte – Googles Dominanz wird weiterhin bei 90%+ bleiben, zumindest in 2013.

 

Trotzdem: Mehr misstrauen gegenüber Google und seinen „kostenlosen“ Tools

Die Sensibilität der Verbraucher beim Thema Datenschutz wird weiter zunehmen. Internetnutzer werden „erwachsener“, das Netz zu einem normalen Vertriebskanal – was automatisch auch zu mehr Betrügern und Datendieben führt.

Sollte man deshalb einem großen Konzern wie Google genauso misstrauen, der doch eigentlich einen sehr seriösen Eindruck macht (Don’t be evil)? Nein, aber trotzdem ist es besser, nicht nur von einem Player abhängig zu werden und diesem nicht mehr Daten als notwendig und/oder sinnvoll anzuvertrauen. Womit wir beim Thema Webanalytics sind: Hier wird die von mir sehr geschätzte Open Source Lösung Piwik (hoffentlich) weiter an Marktanteilen gewinnen. Auch andere, kommerzielle Anbieter dürften Google das Leben schwer machen – der immer wieder vorgebrachte Verdacht, GA-Daten könnten „missbraucht“ werden, und sei es nur zur besseren Sortierung der SERPs (Bounce-Rate, Verweildauer, etc. messen) ist nun einmal nicht so ohne Weiteres von der Hand zu weisen.

 

Microdata und Schema.org auf dem Vormarsch

Ein Megatrend im Internet ist die Verfügbarmachung von Informationen durch besondere Microdata-Formate. Diese werden u.a. auf der Seite Schema.org vorgestellt – als Standard, auf den sich die großen Suchmaschinenanbieter geeinigt haben. Noch nicht alles wird tatsächlich von den Suchmaschinen ausgelesen und dann z.B. im Rahmen der Universal Search für die Anreicherung der SERPs verwendet. Aber die Reise geht in diese Richtung, ein gutes Beispiel sind Rezepte – alle großen Rezepteseiten machen regen Gebrauch von Microdata-Formaten und werden dadurch ansprechender in den SERPs präsentiert.

Fortschreitende Spezialisierung der SEO-Dienstleister

Onlinemarketing ist ein sehr großer Bereich, aber auch das Thema SEO ist zwischenzeitlich so umfassend geworden, dass ein einzelner hier kaum noch den Durchblick behalten kann. Spannend sind insbesondere Schnittmengen von SEO und Online-PR, mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Google plus. Aber auch die Spezialisierung auf bestimmte Kundengruppen, etwa SEO für Hotels oder Suchmaschinenoptimierung für Online-Shops wird weiter voranschreiten. Das Spiel, gerade im Bereich Linkbuilding, wir härter, daher macht es Sinn, wenige Kundengruppen zu bedienen und hierin spezielles Know-how und Kontakte/Netzwerke aufzubauen.

 

 Fazit: Time will show

So, das soll als Ausblick für 2013 erst einmal reichen. Auch wenn die wirtschaftliche Situation sich gerade etwas eintrübt, der Online-Markt wird weiter überproportional wachsen und der Bedarf an professioneller Suchmaschinenoptimierung weiter wachsen.