Achtung: OMCap am 7. & 8. Oktober 2015 in Berlin

Die OMCap ist Berlins größte Fachkonferenz für Online Marketing, und informiert über Trends und Entwicklungen in der Branche. Ich war bis jetzt noch nicht dabei, aber für 2015 habe ich mir den Termin zumindest mal geblockt. Wenn ich die OMCap mit ein oder zwei weiteren Terminen in Berlin verknüpfen kann, lohnt sich der für mich relativ aufwendige Weg in die Hauptstadt.

omcap-logoDie OMCap (Online Marketing Capital) gibt es bereits seit 2010, angefangen hat es im kleinen Maßstab als “Networking Event”, jetzt ist daraus eine wichtige Fachveranstaltung im Online Marketing geworden. Berlin ist natürlich auch nicht der schlechteste Ort für so eine Veranstaltung – viele Start-ups, hohe Nerd- und Hipsterdichte. 2014 konnte die OMCap Berlin bereits knapp 650 Fachbesucher verzeichnen, was schon eine Hausnummer ist… Ach ja, hinter dem ganzen steht die nicht ganz unbekannte Agentur AKM3. Einer der Väter des ganzen ist übrigens Andre Alpar, den Namen hat man bestimmt schon mal gehört, wenn man sich mit Online Marketing beschäftigt.

Hier ein paar weitere Infos dazu:

Programm der OMCap 2015

Online Marketing Seminare am 07. Oktober 2015

Die Experten der Online Marketing Branche geben in 4-stündigen Intensivseminaren hilfreiche Tipps rund um die folgenden Themen: Content Marketing | OnPage SEO | OffPage – SEO| Tracking, Business Intelligence & Analytics und AdWords. Die Teilnehmerzahl pro Seminar ist auf 20 limitiert – schnell sein lohnt sich. Mehr Infos dazu gibt es unter:
http://www.omcap.de/de/omcap-2015/seminar/.

Nach den Seminaren folgt dann der traditionelle „Online Marketing Stammtisch“!

Online Marketing Konferenz am 08. Oktober 2015

Die Konferenz ist natürlich der wichtigste Teil der OMCap. 21 Vortragsslots von mehr als 30 nationalen und internationalen
Referenten wird eine breite Themenvielfalt aus dem großen Feld des Online Marketings abgedeckt. Die Fachvorträge der OMCap 2015 umfassen
folgende thematische Online Marketing Gebiete: SEO | SEA | Display Advertising | User Experience | E-Mail Marketing | Mobile Marketing |
Social Marketing | Conversion Optimierung | Analytics und Content Marketing.

Hier mehr dazu:
http://www.omcap.de/de/omcap-2015/konferenz/

Und wer noch wissen möchte, wo das ganze genau stattfinden (klar, Berlin, aber Berlin ist groß):

  • Online Marketing Seminare am 07. Oktober 2015: Quadriga Forum
  • Online Marketing Konferenz am 08. Oktober 2015: KulturBrauerei

Vielleicht sieht man sich also, vielleicht aber auch nicht (da die Sache bei mir noch nicht sicher ist). Aber ich denke, dass die OMCap mal einen Besuch wert ist.

Hier noch ein Rabattcode, der für die Veranstaltung gerne verwendet werden darf und den Preis um immerhin fünf Prozent reduziert: OMCap2015-serio-5

:-)

Keywordrecherche in 2015

Endlich noch mal ein sehenswerter Video-Podcast bei Moz: Rand Fishkin geht auf die Evolution der Keywordrecherche ein, genauer gesagt auf das, was sich hier in den letzten fünf Jahren geändert hat.

Unter Keywordrecherche wird die Erstellung einer Liste von Suchbegriffen (inklusive Wortkombinationen) verstanden, die für ein Projekt von Relevanz sind. Es sollte einleuchten, dass man eine Website nicht für ALLE denkbaren Keywords optimieren kann, diese also eine Top10-Position erreichen soll. Bei manchen ist dies aufgrund der Konkurrenzsituation und des beschränkten Budgets schlicht nicht möglich, bei anderen nicht sinnvoll. Denn man muss überlegen, welche Keys eigentlich etwas “bringen”. Nur auf die Conversionrate zu schielen, wäre hier zu kurz gedacht, aber Suchanfragen, die auf eine rein informationelle Motivation des Suchenden hinweisen, sollten eher nicht in der Keywordliste auftauchen – denn diesen Traffic überlassen wir dann gerne der Wikipedia.

Mehrere Quellen für die Keywordrecherche nutzen

Aber zurück zum Video-Podcast: “Adwords is hiding data” kommt Rand gleich am Anfang zur Sache. Stimmt, das ist bekannt, aber nicht wirklich neu. Durch das geänderte User-Interface und das Verschwinden der Keywordsuchfunktionalität von Adwords, das ja früher ohne eigenen Account nutzbar war, jetzt aber nur nach Anmeldung bei Adwords genutzt werden kann, ist die Nutzung dieser nach wie vor wertvollen Datenquelle erschwert worden. Und ja, es werden auch Daten versteckt, insbesondere solche, die keinen kommerziellen Wert im engeren Sinne haben. Diese könnte man dann z.B. über Google Suggest recherchieren – und andere Kanäle. In Adwords tauchen sie aber nicht auf, denn auf diese Begriffe werden ja auch keine CPC-Anzeigen gebucht.

keywordtoolexternal2015

Wer alte Links zum externen Google Keyword Tool klickt, der landet jetzt hier beim Google AdWords Keyword Planner. Man muss sich aber einloggen bzw. erst einmal registrieren. Das gab es früher nicht: Adwords hat jetzt auch Telefonsupport!

Neben Google Suggest und der (ähnlichen) “related search” führt Rand noch weitere Quellen für die Keywordfindung auf:

  • Interviews mit Kunden und Mitarbeitern (welche Wörter verwenden die eigentlich?)
  • Recherche in Foren und Communities und manuell Keywordlisten erstellen (zeit- und arbeitsintensiv)

Ich denke: Eigentlich sind das jetzt keine wirklich neuen Ansätze von Rand… “Neu” wäre vielleicht noch, wenn man die Möglichkeiten von Facebook und Twitter nutzt, die sich auch wunderbar zur Keywordrecherche eignen. Und das war vor fünf Jahren noch nicht so machbar.

Weniger ist mehr

Der Google-Algo ist immer besser geworden! Hatte Google früher noch erhebliche Probleme damit, semantisch gleiche oder sehr ähnliche Keywords zusammenzufassen, so hat der Suchgigant hierbei in den letzten Jahren deutlich dazugelernt. Es macht, so Rand, keinen Sinn mehr, für jedes Keyword eine eigene optimierte SEO-Landingpage zu erstellen. Rands Beispiel ins Deutsche übersetzt könnte man so umschreiben: Hochschule, Uni oder Universität gehören in EINEN Text, nicht in drei unterschiedliche, was vor ein paar Jahren noch sehr gut funktioniert hatte.

Gewichtung der Keywords

Rand erklärt noch, wie man seiner Meinung nach mit den einmal gefunden Suchbegriffen umgehen soll. Er bewertet diese nach Suchvolumen, Schwierigkeit (ein Moz-eigenes Tool kann herbei helfen), Opportunity (hier ist man selbst gefragt und sollte Suchanfragen tätigen, um einen Überblick über den Werbemarkt für das entsprechende Keyword zu bekommen), den Wert für das Geschäft (“bring” der darüber kommende Traffic überhaupt etwas).
Zuletzt weist er noch auf die Unterschiede von Anfragen hin, die immerwährend zu gleichen SERPs (Ergebnissen der Suchmaschine auf die Anfrage) führen oder die zeitsensitiv sind. Hierbei ist Google ja schon sehr weit. Wenn z.B. gerade ein Fußballturnier läuft, sollte auf die Anfrage nach einem Team die Aufstellung für das nächste Spiel erscheinen, und keine Wiki-Seite über die Erfolge der letzten Jahre (das kann dann nach Ende des Turniers wieder ausgeliefert werden).

All diese Punkte sollten dann miteinander verrechnet werden (balanced score cards) – und schon weiß man, welche Keywords einer Optimierung würdig sind. Auch das können noch eine ganze Menge sein, aber eben keine unbegrenzte Anzahl!

Wer das Video komplett sehen möchte – bitte sehr:

…in eigener Seorie.net-Sache

BTW, hier noch der Link zu einem Blogpost von 2010, also von vor genau fünf Jahren. Thema: Keywordrecherche! Eigentlich doch nach wie vor aktuell, oder?

WordCamp Europe 2014 in Sofia – recap

WordPress ist ein geniales CMS, das ich nicht nur für diesen Seorie-Blog nutze, sondern ebenso für viele weitere Projekte. OpenSource und absolut kostenlos, große Userbase, schnelle Innovationszyklen und eine Unmenge an Themes und Plugins für alle denkbaren Szenarios zeichnen WP aus. Auch meinen Kunden empfehle ich es in der Regel, wenn eine neue Website oder ein Relaunch ansteht, insbesondere bei Blogs und kleinen bis mittelgroßen Websites (auch ohne Blog-Feature). Eine Integration von WordPress in eine Shopping-Umgebung ist in der Regel auch relativ einfach umzusetzen. Für sehr trafficlastige Projekte und große Shops gibt es vielleicht bessere Lösungen, aber meine Kunden kommen alle aus dem KMU-Bereich, daher fehlen mir hierzu die Kenntnisse.

Simon Wheatley erklärte, warum alle von der Größe von WP profitieren.

Simon Wheatley erklärte, warum alle von der Größe von WP profitieren. Und dass man diese auch mit kostenlosen Plugins etc. unterstützen soll.

Ich habe in den letzten Jahren bereits einige WordCamps (bzw. – deutscher formuliert – WordPress-Konferenzen) besucht und bin immer mit neuen Ideen und Kontakten nach Hause gegangen. In diesem Jahr fand das WordCamp Europe, also die Hauptkonferenz für unseren Kontinent, in Sofia statt – und damit direkt vor meiner Haustüre. Klarer Fall, dass man sich so etwas anschauen MUSS! Hier meine kleine “WordCamp-Europe Recap”.

Meine Recap des #wceu

Gleich zwei Tage (plus noch ein Montag als “Contribution Day”) trafen sich über 600 WordPress-Anhänger (nach anderen Angaben auch 900, ich habe keine offiziellen Zahlen finden können) in der bulgarischen Hauptstadt. Offizielles „tag“ war #wceu, wer danach sucht, kann man in den sozialen Netzwerken einiges zur Konferenz und den Eindrücken der Besucher von Bulgarien nachlesen … Ich konnte Gäste aus Deutschland, Rumänien, Polen, dem UK, Griechenland, Finnland und Frankreich kennenlernen, aber es waren noch viele weitere Nationen anwesend. Auch sehr viele Amerikaner, sei es als Speaker oder als Vertreter von Sponsoren, sei es, dass sie aus beruflichen oder privaten Gründen in Europa leben und arbeiten, kamen nach Sofia.

VIP-Vortrag mit Sara Rosso

Bei Sara Rosso trifft übrigens beides zu, sie lebt in Italien und arbeitet für die Firma hinter WordPress, Automattic. In ihrer Präsentation gab sie einen Schnelldurchlauf aktuelle Kunden, die VIP WordPress nutzen, zum Besten. Wirklich sehr große Namen (vorwiegend USA), die dort so auf WordPress vertrauen. Wobei man sagen muss, dass diese trafficlastigen Seiten eine Art WP im Einsatz haben, die stark customized ist (dann klappt es auch mit Millionen daily uniques). Ich hatte sie schon einmal als Speaker erlebt und auch mit ihr gesprochen. Sehr lohnenswert! Hier die Website des VIP-Services, der in Europe noch sehr wenige Kunden hat, in den USA dafür um so mehr: http://vip.wordpress.com/

Jungs und Mädels von automattic

Jungs und Mädels von automattic – mit coolen Sonnenbrillen als giveaway

Matt Mullenweg war in Sofia…

Das Higlight war die Q&A Session mit Matt Mullenweg. Er ist der Co-Founder von WordPress (ich sage gerne „Godfather“). Sieht jung aus und ist es auch, geboren 1984 (hier seine private Website), aber er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass heute bereits 23,1 Prozent aller Webseiten weltweit mit diesem CMS laufen (wo genau diese Zahl herkommt, kann ich noch nicht sagen, aber sie wurde in zahlreichen Vorträgen vorgebracht). Oder anders: WordPress ist die Nummer eins der CMS, und das mit großem Abstand. In einer Q&A-Session mit einem der ersten WP-User, einem IT-Journalist, das nun als Venture Capital-Geber unterwegs ist (mit jedoch nur zwei Investments in Europa, wie er sagte) wurde locker über WP und die Geschichte und Zukunft geplaudert.

So also sieht Matt Mullenweg aus (stand. September 2014)

So also sieht Matt Mullenweg aus (stand. September 2014)

… und erzählte zur Geschichte und Zukunft von WordPress

Die Evolution von einer reinen Blogging-Software über ein komplettes CMS (also auch für „normale“ Websites einsetzbar) hin zur (letzter Stand) App Engine (WP dient hier nur noch als Backend und technischer Hintergrund, an der App kann man dann nichts mehr erkennen, was WP- erkennen lässt) wurde kurz durchlaufen. Und auf der Agenda steht jetzt, WP mobiler zu machen, was auch Touch-Accesability umfasst. Das ist also die Agenda für die nahe Zukunft (2015/16). Mit langfristigen Prognosen war er jedoch vorsichtig. Sinngemäß wies er darauf hin, dass vor fünf Jahren noch niemand geahnt hätte, wie wichtig Android, iPhone und JavaScript werden würden. Was Matt noch stolz anmerkte: Aktuell (Daten vielleicht für 2014?) gibt es erstmals mehr nicht-englische WP-Downloads als englische. Die Internationalisation ist offensichtlich erfolgreich!

Yoast und sein WordPress SEO-Plugin

Ein für mich als SEO-Profi persönliches Highlight war der Vortrag von Joost de Valk. Der Holländer Niederländer zeichnet sich verantwortlich für das beliebte Plugin WordPress-SEO (und weitere) und ist auf vielen Konferenzen als SEO-Experte zu sehen. Sein Vortrag handelte weniger von Suchmaschinenoptimierung oder der praktischen Anwendung seiner Plugins, als vielmehr von Punkten, die man beim Marketing und der Usability von WordPress-Plugins beachten sollte.

Jost talking about Yoast SEO Plugin and usability

Joost talking about Yoast SEO Plugin and usability

Ganz dick zu unterstreichen ist, soe Joost, der „on-boarding“-Prozess. Was passiert, wenn das Plugin erstmalig installiert ist? Wie wird der neue User „abgeholt“, gerade auch optisch? Hier habe ich viele Ideen bekommen, auch wenn ich keine Plugins entwickle und es nicht beabsichtige. Zweiter interessanter Punkt und gleichzeitig Titel seines Vortrags: „The Devasting Power of Defaults“.

Er ging auf die Möglichkeiten ein, wie man mit den Settings für ein Plugin umgehen soll, insbesondere auf diese drei :

  • Einstellungen sind als default aktiviert/deaktiviert
  • Einstellungen werden anhand von durch Plugin erkannten Variablen eingestellt (z.B. Sprache, Location)
  • Einstellungen werden vorgeschlagen, User muss jedoch bestätigen

Wer in der Plugin-Entwicklung unterwegs ist (nicht unbedingt nur mit WP) sollte sich die Präsentation von Joost besorgen und seine Plugins aus diesem Gesichtspunkt einmal genau ansehen! Und wer einfach nur Infos zum Plugin sucht, die findet er hier: https://yoast.com/wordpress/plugins/seo/

Abschließend noch ein paar atmosphärische Fotos:

 

wordcamp-sofia-2014

Check-In für Besucher der WordCamp

Der Veranstaltungsort NDK mit seinem kommunistischen Charme (bulgarisches Equivalent zum Palast der Republik in Berlin) tat der guten Laune keinen Abbruch.

 

GoDaddy was there

GoDaddy was there

Bei amerikanisch dominierten Internet-Konferenzen darf auch dieser bekannte Platzhirsch nicht fehlen, wobei auf dem Wordcamp noch weitere Hostinganbieter mit vielleicht passenderen Angeboten für WordPresshosting anwesend waren.

 

 

Zusammenfassung WordCamp Europe 2014

Eine toll organisierte und hochkarätig besetzte Konferenz. Es gab auch viele Geschenke und – nicht zu vergessen – ein Top-Catering. Preis des Ganzen: 30 Euro (dreißig, ja, nicht mehr!). In meinem Fall keine Kosten für Anreise/Unterkunft, aber auch inklusive Flugticket und Hotel wäre das immer noch eine günstige Sache gewesen, wenn man sich die Preise anderer Konferenzen ansieht. 2015 findet die WordCamp Europe (möglicherweise, so war zu hören) in Lissabon / Portugal statt. Ich denke mal, das Event ist für jeden, der mit WordPress arbeitet, eine Reise wert! Last, not least: Infos zu anstehenden WordCamps.

WordCamp Europe 2014 goes Bulgaria!

Dieser Blog läuft mit WordPress. Nicht ohne Grund ist dieses CMS das beliebteste und am meisten verbreitete, das ich auch gerne meinen Kunden als Lösung vorschlage. Die jährlich stattfindenden Wordcamp Bulgaria bzw. Wordcamp Sofia-Konferenzen habe ich bereits besucht, und wenn jetzt die größte WP-Konferenz in Europa (vermute ich mal) vor der Haustür stattfindet, bin ich natürlich gerne dabei! Man lernt nie aus, zumal manche Speaker auf interessante Insights hoffen lassen, z.B. Joost de Valk (bekannt durch sein empfehlenswertes SEO-Plugin) und den “Godfather of WP” Matt Mullenweg.

Die WordCamp Europe findet vom 27.-29. September 2014 in Sofia/Bulgarien statt.

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Wordcamp Europe 2014

Wordcamp Europe 2014

Link zur Website der Konferenz: http://2014.europe.wordcamp.org/

Offizielles hashtag #wceu