5 Tipps für eine strukturierte Keyword-Recherche

Die Auswahl der Suchbegriffe (Keywords) sollte nach der grundlegenden Festlegung einer SEO-Strategie der zweite Schritt sein, wenn man einen Internetauftritt durch SEO-Maßnahmen verbessern möchte. Wer hier solide arbeitet, der hat gute Chancen auf einen deutlichen Besucherzuwachs. Wie sollte man dabei am besten vorgehen?

Kostenpflichtige SEO-Tools: ja oder nein?

Immer mehr Anbieter treten mit mal mehr, mal weniger umfassenden SEO-Tools auf den Markt, die üblicherweise auch Impulse für die Keyworderstellung liefern oder diese zu einem Großteil übernehmen. Aber braucht man direkt solche kostenpflichtigen SEO-Tools, oder kann man auch mit frei zugänglichen Werkzeugen ein vergleichbares Ergebnis erreichen?

Für beide Standpunkte gibt es gute Argumente, aber in diesem Beitrag soll gezeigt werden, dass man auch mit freien Tools zu einer tragfähigen Keyword-Basis kommen kann. Natürlich erleichtern professionelle Tools die Arbeit und werden deshalb gerade von Agenturen vermehrt eingesetzt. Aber muss man wirklich und regelmäßig fünfzig, hundert oder noch mehr Euro investieren (in der Regel wird auf monatlicher Basis abgerechnet), wenn man sich nicht ständig mit der Optimierung von Internetauftritten und der Recherche von Keywords beschäftigt? Vielleicht kann man das dabei eingesparte Geld ja an anderer Stelle viel besser einsetzen, etwa für professionell erstellte Texte – Content ist ja King.

Wo wollen wir eigentlich hin?

Diese Zieldefinition sollte bereits in der einer Keyword-Recherche vorangehenden Erstellung der SEO-Strategie geklärt werden. Aber natürlich sollte man etwas flexibel an die Sache herangehen. Grundsätzlich geht es in der Keyword-Recherche darum, Suchbegriffe zu identifizieren, die ein hohes Suchaufkommen versprechen, bei denen der Wettbewerb akzeptabel ist und die letztlich auch zu Conversions gleich welcher Art führen (wobei der letzte Punkt sich nur bedingt ex ante einschätzen lässt).

Die eigenen Ressourcen sollten realistisch eingeschätzt werden – je kleiner die Mittel, um so mehr sollte man sich auf Long-Tail-Suchbegriffe konzentrieren. Steht ein großes Budget zur Verfügung, dürfen die volumenträchtigen Begriffe natürlich nicht fehlen – wobei man bei guten Positionen für Top-Suchbegriffe nicht nur einiges an Arbeit (=Geld) investieren muss, sondern auch einige Monate oder sogar Jahre Geduld mitbringen sollte.

Tipp 1: Leute fragen, die sich mit dem Thema auskennen

Gehen wir von folgendem Fall aus: Die Internetseite eines mittelständischen Maschinenbau-Unternehmens soll für den deutschen Sprachraum optimiert werden. Um eine Ausgangsbasis an Suchbegriffen zu erhalten, hat es sich bewährt, die Mitarbeiter von Unternehmen zu befragen. Gerade Vertriebsmitarbeiter sollten schnell eine Liste von Begriffen erstellen können, die sie in den Gesprächen mit Kunden der Firma immer wieder verwenden bzw. zu hören bekommen. Möglicherweise kann man auch noch (zukünftige oder reale) Kunden befragen, etwa in seinem eigenen Bekanntenkreis, oder den Auftraggeber darum bitten. So hat man schon einmal ein paar Wörter, auf denen man aufbauen kann.

Tipp 2: Adwords Keyword Tool einsetzen

Das hilfreiche Google Adwords Keyword Tool

Das hilfreiche Google Adwords Keyword Tool

Auch wenn Sie keine Adwords-Kampagnen planen möchten: Das offene Keyword-Tool von Google Adwords, in das Google eine riesige Datenmenge einspeist, ist die vielleicht wichtigste Adresse, um Keyword-Listen zu erstellen. Zudem liefert das Tool ergänzende Vorschläge – schnell ist so eine umfangreiche Liste erstellt.

 

Lassen Sie sich alle Spalten anzeigen, was als Standardeinstellung nicht der Fall ist! Die Informationen zum geschätzten durchschnittlichen CPC (Indikator für die Kosten, die Wettbewerber für Anzeigen bei diesem Suchbegriff investieren) geben erste Hinweise, welche Suchbegriffe möglicherweise gut performen.

Wobei immer berücksichtigt werden soll, dass möglicherweise Adwords-Kunden mit vollkommen unterschiedlichen Zielsetzungen auf einen bestimmten Begriff bieten. „Maschinenbau“ ist bspw. nicht nur für Firmen aus dieser Branche, sondern auch für große Stellenbörsen oder Vermittler von Studienplätzen ein interessanter Begriff. Zudem arbeitet der Adwords-Markt alles andere als perfekt, und viele Buchungen machen eigentlich gar keinen Sinn, d.h. der Kunde, der auf bestimmte Begriffe bietet, erzielt damit keine Conversions und merkt es aufgrund fehlenden Sachverstands auch gar nicht. Dadurch können erhebliche Verzerrungen zustande kommen, gerade bei Suchbegriffen, die nicht so häufig nachgefragt sind. Hier der Link zum Tool: https://adwords.google.com/select/KeywordToolExternal

Tipp 3: Google-Adwords-Anzeigen schalten und testen (kostenpflichtig)

 

Google Adwords Anzeige für Google Adwords

Google Adwords Anzeige für Google Adwords

Dieser Tipp ist leider nicht ganz kostenlos. Es geht hierbei aber nicht darum, große Summen für Adwords-Kampagnen auszugeben. Vielmehr soll nur kurz geprüft werden, ob bestimmte Suchbegriffe tatsächlich verwendet werden. Dies lässt sich im Adwords-Interface ja gut erkennen. Auch die Klickraten lassen Rückschlüsse zu – wobei diese nicht zuletzt von der Attraktivität der Anzeigentexte und deren Nähe zum Suchbegriff abhängen.

Ein kleiner Trick: Wenn Sie nicht beabsichtigen, dauerhaft mit Adwords-Anzeigen zu arbeiten, und Ihr Budget schonen möchten, sollten die Anzeigentexte gerade nicht zum (für sie kostenpflichtigen) Klicken animieren. Denn die Information über die Impressions, also wie oft eine Anzeige pro Zeiteinheit ausgeliefert wird, erhalten Sie in jedem Fall – also auch (fast) gratis. Bedenken Sie aber: Darunter leidet dann aber der sogenannte Quality Score und für spätere Adwords-Anzeigen zahlen Sie mehr Geld …

Diese Taktik kann mit einem kleinen Budget schon gewisse Erkenntnisgewinne bringen. Wenn Sie in der glücklichen Situation sind und Geld keine so große Rolle spielt, sollten Sie mit größeren Tagesbudgets arbeiten und auch unterschiedliche Kombinationen der drei Parameter Suchbegriff-Anzeigentext-Landing Page durchspielen, um den Wert der Keywords und die Intention der User, die diese nutzen, besser zu erkennen. Das Zauberwort hierbei heißt „statistisch signifikante Aussagen“ – nur wenn Sie bei jeder Kombination einmal eine gewisse Anzahl von Klicks erreicht haben, lassen sich daraus verwertbare Rückschlüsse ziehen.

Wenn Sie sehr ambitioniert sind, sollten Sie auch den Faktor Zeit (an welchem Wochentag wird was gesucht? Wann performt welche Kombination Suchbegriff-Anzeige-Landing Page am optimalsten?) und Lokalität (Bayern und Brandenburger können sich erheblich unterscheiden – wo “wohnen” eigentlich Ihre liebsten Kunden?) mit berücksichtigen.

Tipp 4: Web-Analytics auswerten

Welche Seite wurde in den letzten 3 Monaten über die organische Suche gefunden? Welche Begriffe wurden häufig verwendet. Nicht nur auf die Häufigkeit bestimmter Keywords achten, auch nach Variationen recherchieren – die Filter von Google Analytics & Co. bieten die Möglichkeit, alle Keyword-Kombinationen anzuzeigen, in denen der Begriff „Maschinenbaufirma“ auftaucht.

Die Web-Analytics-Programme erlauben es, die Performance von Besuchern exakt zu messen – dazu wurde sie ja auch programmiert. Konzentriert man sich hierbei auf den Teilbereich Keywords, so lassen sich gute Suchbegriffe und Suchphrasen von weniger Guten trennen. Dies kann man anhand bestimmter messbarer Werte realisieren wie Dauer des Aufenthalts auf der Seite, Anzahl der angesehenen Seiten oder – was natürlich nicht fehlen sollte – anhand der Conversions. Das sind im Falle unserer Maschinenbaufirma Anfragen über das Kontaktformular oder eine Registrierung für den Newsletter. Den Newsletter sollte man – zumindest bei größeren Firmen mit viel Informations-Output – speziell für unterschiedliche Gruppen erstellen, also z.B. einen für Kunden, einen für Journalisten, einen Karriere-Newsletter für potenzielle Bewerber). Gibt der Besucher zu erkennen, zu welcher dieser Gruppen er gehört, sind das wiederum wichtige Informationen, die man für die gesamte Suchmaschinenoptimierung berücksichtigen sollte.

Tipp 5: Latent Dirichlet Allocation (LDA)

Ein komplizierter Begriff, der aber eigentlich ganz einfach zu erklären ist: Galt es früher als angesagt, Texte für Suchmaschinen zu verfassen und immer die Keyword Density im Auge zu behalten (wie häufig tritt der Begriff, für den der Inhalt ranken soll, anteilmäßig im Text auf), so sind die Suchmaschinen heute schon besser geworden und erkennen dies als Manipulationsversuch. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch um die menschlichen Besucher der Seite nicht mit schlecht lesbaren Texten zu erschrecken, sollte man eine bunte und an Synonymen reiche Sprache verwenden. Zumindest in den USA gibt es bereits Tests, dass eine Berücksichtigung der LDA positive Auswirkungen auf das Ranking hat.

Bezogen auf unsere Keyword-Liste bedeutet dies: Für die wichtigsten Begriffe sollten auch ein paar Synonyme recherchiert werden, die dann zumindest im Fließtext alternierend mit dem Suchbegriff, auf den eine Seite hin optimiert werden soll, Anwendung finden sollten. Wobei ein guter SEO-Texter das automatisch machen sollte.

Und dann?

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, um die Keyword-Liste auszubauen. Wer sich im Internet mit offenen Augen bewegt, der wird, wenn er die Suchmaschinen richtig bedient (die Google Suchparameter nutzen und nicht zu vergessen: die Bing Suchbefehle), noch viele weitere Schlüsselwörter finden…

Zwei weitere interessante Tools zur Recherche sind das bewährte Google Insights for Search und das brandneue Yahoo Clues. Das ist dann ein schönes Thema für einen neuen Beitrag auf Seorie.net, ebenso sollten wir hier noch einmal auf die Google Webmaster Tools eingehen, die immer reichhaltigere Informationen ausliefern. Und diese Werte kann man dann mit den Bing Webmaster Tools vergleichen und verknüpfen!

Auch die Frage, was man mit der Keyword-Liste dann eigentlich anstellen soll, könnte einmal Thema eines Beitrags werden.

Und nicht vergessen: Die Keyword-Recherche ist ein Prozess und kein Projekt – sie endet niemals!

SEO Masterclass mit Rand Fishkin recap

Am vergangenen Freitag stand für mich die SEO Masterclass mit Rand Fishkin von SEOmoz auf dem Programm. Schon lange hatte ich mich darauf gefreut, den umtriebigen US-Amerikaner einmal live zu erleben. Im Rahmen der diesjährigen Webit in Sofia/Bulgarien war es dann soweit. Und ich wurde nicht enttäuscht, nicht nur inhaltlich, sondern auch vom Vortragsstil her wurde ein Referat auf einem sehr hohen Niveau abgeliefert – Masterclass eben, nichts für Anfänger. ;-)

Rand Fishkin in Sofia

Rand Fishkin in Sofia

Rand Fishkins Twitter-Account sollte jeder im Auge behalten, der sich für aktuelle Trends in der Suchmaschinenoptimierung interessiert.

Das Hochladen des Referats ins Internet hatte Rand nahezu in Echtzeit realisiert – zwischen der Masterclass, die gleichzeitig die letzte Veranstaltung der diesjährigen Webit Expo in Sofia war,  und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein in einem Irish Pub. Zu diesem war über Facebook eingeladen worden, d.h. hier tauchten auch Leute auf, die es nicht zur Webit Expo geschafft hatten oder denen die dortigen  Eintrittspreise zu hoch waren, alleine für den Besuch der SEO-Masterclass wurden vor Ort über 100 Euro fällig. Die Pub-Gruppe setzte sich dann aus ca. 30 Leuten, gegenüber wohl über 100 in der Masterclass (in der aber auch nicht auf den abendlichen Treff hingewiesen wurde).

Die 166 Slides der SEO Masterclass Presentation sprechen für sich und sind dank ihres Tiefgangs bereits auf vielen SEO-Blogs weiterverbreitet worden.

SEO Masterclass Webit 2010

Noch mehr Presentationen des Wizard of Moz randfish.

Deshalb hier nur ein paar subjektive Anmerkungen zu Tipps, die ich für hilfreich halte:

Indexierung über Webanalytics beobachten

Wie viele Seiten meines Internetauftritts sind eigentlich von Google oder Bing indexiert worden? Nur Seiten, die im Index vorhanden sind, können logischerweise in den Ergebnissen der Suchmaschinen  (SERPS) auftauchen. Mehr Seiten (mit unterschiedlichen Inhalten!) ist also besser, da dann eine höhere Chance auf Besucher über die organische Suche besteht. Deshalb sollte man diesen Wert im Auge behalten. Nur: Wie sollte man hierbei vorgehen? Die “klassische” Methode ist die Site-Abfrage, z.B. werden über “site:www.domain.com” alle Seiten dieser Seite angezeigt. Aber wirklich alle? Erstens ändert sich dieser Wert, wenn man sich durch die Ergebnisse klickt. Und zweitens, darauf wies Rand hin, können die Abfragen verschiedener Google-Seiten massiv voneinander abweichen, etwa google.com vs. google.de vs. google.de (einfach mal ausprobieren). Besser wären da schon die Google Webmastertools. Aber als “best practice” gab Rand Fishkin den Zuhörern mit auf den Weg, die Indexierung über das Wabanalytics-Tool der Wahl zu protokollieren.

Suchmaschinen in Analytics getrennt betrachten

Oft wird der Fehler begangen, dass man die Statistiken der eigenen Internetseiten nur überfliegt und so zu falschen Schlüssen kommt. So kann es vorkommen, dass die Zahl der unique visitors, die über die organische Suche (.d.h. keywords) auf einer Seite landeten, in den letzten Wochen angestiegen ist. Was auf den ersten Blick sehr erfreulich, kann beim zweiten Hinsehen schon ganz anders aussehen – wenn man sich nämlich die Suchmaschinen getrennt anschaut (google.de vs. bing.com vs. yahoo.com vs. yandex.com vs baidu.com), dann kann das Bild schon ganz anders aussehen. Möglicherweise ist plötzlich eine Top-Position bei der chinesischen Suchmaschine baidu erreicht worden, die kräftig Besucherströme auf die Seite schickt, während man bei Google verloren hat. Ein Shop, der nur innerhalb von Deutschland liefert, könnte durch diese Veränderung massive Umsatzeinbrüche erleiden. Also immer etwas in die Tiefe gehen und die Ströme auch auf Umschichtungen zwischen verschiedenen Suchmaschinen abklopfen.

Neu: Latent Dirichlet Allocation-Tool auf SEOmoz

Zum Schluß wies Rand noch auf ein Thema hin, das ihn derzeit besonders beschäftigt: Latent Dirichlet Allocation (LDA). Darunter versteht man ein Wahrscheinlichkeitsmodell, durch das Relevanz von Text zu dem zu untersuchenden Begriff untersucht werden kann. Wenn beispielsweise zu prüfen ist, ob eine Seite Themenrelevanz zum Keyword Suchmaschinenoptimierung hat, würde dies durch alle Wörter begünstigt, die mit dem Wort Suchmaschinenoptimierung in einer “engen Verwandschaft” stehen, also Linkbuilding, Pagerank, SEO, usw.. Die SEOmoz-Tools wurden um ein entsprechendes Tool ergänz, das genau dies (allerdings nunr für englischsprachige Seiten) erreichen soll. Dafür wurde anhand der englischen Wikipedia die Beziehungen von Wörtern zueinander gemessen und als Basis für das Tool genutzt. Hier kann man es sich einmal ansehen (kostenlose Anmeldung ist notwendig): SEOmoz Latent Dirichlet Allocation-Tool

Übrigens: Wer dachte, dass Rand Fishkin als CEO von SEOmoz Werbung für seine Tools macht (bzw. die PRO-Mitgliedschaften, über die sich das Unternehmen finanziert), der wurde enttäuscht. Es war wirklich ein Fachvortrag und hatte wirklich rein gar nichts mit einer Verkaufsveranstaltung zu tun.

Webit 2010 in Sofia

Webit 2010 in Sofia

Noch zur Webit: Nachdem ich im letzten Jahr bei fast allen Haupt-Präsentationen dabei war, habe ich 2010 auf das Company-Ticket verzichtet. Neben einigen guten Vorträgen gab es 2009 (und wie man so hörte auch 2010) dann doch zu viele Sales-Shows, und für so etwas möchte ich dann kein Geld ausgeben. Die Anzahl der Stände war nicht höher als letztes Jahr – also sehr überschaubar (sorry für die schlechten Handy-Fotos…).

Weiterlesen bei Paris Childress, der eine ganze Reihe von Tipps zusammenfasst, die er aus der SEO Masterclass mitgenommen hat:  – 37 takeaways from SEOmoz Master Class in Bulgaria

03.11  Foto-Update

Lessons learned – öfter mal was verrücktes machen und sich dabei fotografieren lassen = viele Links. Du bist berühmt? Dann lasse dich mit möglichst vielen Leuten fotografieren und kassiere die Backlinks ein!

Top-Beispiel das Linkbait-Foto des Abends: Rand Fishkin macht zu später Stunde noch einen Handstand (Respekt!) :

…noch ein paar weitere Fotos von der SEOmoz Facebook-Seite, die sicherlich wieder ein Menge an Link generieren werden.

Rand macht 'nen Kopfstand (Linkbait!)

Rand macht 'nen Kopfstand (Linkbait!)

Lustige SEO-Runde

Lustige SEO-Runde

Pic mit Rand Fishkin

Pic mit Rand Fishkin

Rand meets Seorie

Rand meets Seorie

Rand mit Stanislav Dimitrov und Paris Childress

Rand mit Stanislav Dimitrov und Paris Childress

Rand Fishkin is comining to town

Foto von Rand Fishkin (Quelle: seomoz.org)

Rand Fishkin (Quelle: seomoz.org)

Rand Fishkin kommt nach Sofia / Bulgarien. Der Amerikaner ist trotz seiner Jugend bereits seit vielen Jahren eine bekannte Größe im Internetmarketing und dürfte auch in Europa den meisten Suchmaschinenoptimierern bekannt sein. Als Mit-Gründer von SEOmoz, einem US-Anbieter diverser SEO-Tools, der aber auch Firmen im Bereich Suchmaschinenoptimierung berät (wenngleich das glaube ich etwas in den Hintergrund getreten ist) kennen viele sein Gesicht möglicherweise auch von seinen Auftritten im Rahmen des Whiteboard Friday, ein Video-Podcast, der sich unterschiedlichen Fragestellungen aus dem Bereich Onlinemarketing widmet. Immer wieder interessant anzusehen…

In Sofia bietet Rand Fishkin nun im Rahmen der webit-Expo, bei der ich schon im letzten Jahr dabei war (Recap Webit 2009) einen Workshop an. Advanced SEO and social media masterclass nennt sich diese Veranstaltung, und ich werde mir das natürlich nicht entgehen lassen. Hinter SEO-Masterclass verbirgt sich hoffentlich auch ein fortgeschrittenes Niveau. Mal schauen, was man da so zu hören bekommt.

Hier die offizielle Website von Rand Fishkin mit noch mehr Infos.

Natürlich werde ich nach der Masterclass hier ausführlich darüber berichten. Kein Grund also, extra deswegen den beschwerlichen Weg nach Bulgarien auf sich zu nehmen. Wer aber ohnehin zur Konferenz kommen wollte und vielleicht sogar schon ein Ticket für die SEO-Masterclass gekauft hat, der kann mich gerne kontaktieren.

dmexco 2010 in Köln recap

Ich habe gestern zum ersten Mal die dmexco in Köln besucht. Die “digital marketing exhibition and conference” ist die Leitmesse für jeden, der im deutschen Raum im Bereich Onlinemarketing aktiv ist. Neben den bekannten Suchmaschinen (Google, Yahoo, Microsoft – letztere lieferten aber, soweit ich das überblicken konnte, gar keine Infos zu ihrer Suchmaschinen Bing) und sozialen Netzwerken (Facebook, Xing, MySpace) waren die meisten Aussteller im weiteren Sinne der Display-Werbung zuzuordnen, direkt oder indirekt.

Amazon auf der dmexco 2010

Amazon auf der dmexco 2010. Der Platzhirsch wandelt sich immer mehr zu einem Warenhaus für "alles".

Aber auch SEO-Agenturen und SEM-Agenturen waren vertreten. Wobei die Firmen, dir ich mir angesehen habe, üblicherweise beides anbieten – was auch logisch ist, da nur für Agenturen mit einer gewissen Größe eine mit hohen Kosten verbundene Messepräsenz sinnvoll ist -  und solch große Agenturen versuchen ein breites Spektrum an Dienstleistungen abzudecken.

SEO-Tools: Immer mehr Anbieter

Ich habe mich insbesondere für die immer populärer werdenden SEO-Tools unterschiedlicher Anbieter interessiert und mir an den Ständen die jeweiligen Features vorführen lassen. Da immer mehr SEO-Agenturen mit ihren Tools (die sie in der Regel zuvor nur intern genutzt haben) an die Öffentlichkeit treten und diese gegen Monatspauschalen für jeden Suchmaschinenoptimierer zugänglich machen, hat ein harter Wettbewerb unter den Anbietern eingesetzt. Und es treten ständig weitere auf den Markt.

Google mit Youtube auf der dmexco

Google mit Youtube auf der dmexco 2010. Der Stand stellte das Videoportal und die dort möglichen Werbeformen in den Mittelpunkt.

Diese ist zu begrüßen – so wird zum einen die Entwicklung der Tools in einem hohen Tempo mit fast schon monatlich neuen Features vorangetrieben, zum anderen sinken durch den Wettbewerb auch die Preise.

Tracking telefonischer Anfragen – ein spannendes Thema

Ein Thema, das mich ebenfalls interessiert hat, war die Berücksichtigung telefonischer Bestellungen/Anfragen im Rahmen des Online-Marketing. Wenn direkt in Google Adwords-Anzeigen oder – was in aller Regel der Fall sein wird – auf der Internetpräsenz des werbenden Unternehmens eine Hotline angegeben wird, erfolgen viele Kundenkontakte logischerweise telefonisch.

Ab einem bestimmten Prozentsatz, sagen wir einmal 20 Prozent, wird es kritisch, denn diese Anfragen lassen sich nur schwer zurückverfolgen. Welche SEM-Kampagne war jetzt erfolgreich, welche sollte eingestellt werden? Durch welche Positionierungen im organischen Ranking erfolgen besonders viele Bestellungen – wo könnte man also durch eine Verbesserung der Seite von Platz 7 auf Platz 3 noch einiges an Sales herausholen? Kurz: Die Daten werden verwässert, womit SEO/SEM den gewaltigen Vorteil der exakten Möglichkeit von statistischen Asuwertungen etwas verliert.

Zu dieser Thematik konnte ich mich mit vielen Ausstellern und Besuchern unterhalten und habe auch einige neue Ideen mitnehmen können. Neben der dynamisch eingeblendeten Rufnummer auf der Internetseite (ideal wäre eine “Wegwerfnummer” für jede Anfrage/Bestellung – was aber in den allermeisten Fällen nicht finanzierbar sein sollte. Aber zumindest ein “Clustering”, etwa analog der Segmentierung von SEM-Kampagnen, sollte hier etwas Licht ins Dunkel der telefonischen Anfragen bringen, evtl. dann noch verknüpft mit qualitativen Informationen des Call-Centers zu den einzelnen Gesprächen, z.B. in Form einer kleinen Checkliste, die der Agent nach jedem Telefonat ausfüllt).

So sah es auf der dmexco 2010 in der Halle 8 der Kölnmesse aus.

So sah es auf der dmexco 2010 in der Halle 8 der Kölnmesse aus.

Daneben gibt es natürlich auch noch die Methode “Gutschein-Codes”, die sich neben der Möglichkeit eines Trackings der Besucherströme auch als vielversprechendes Mittel der Verkaufsförderung bewährt haben.

Nach einem langen Messetag habe ich noch die bereits “legendäre” OMClub-Party besucht. Diese inoffizielle dmexco-Party wird von Randolf Jorberg mit viele Aufwand organisiert und finanziert sich durch Sponsorengelder. Eintritt frei, Getränke frei – entsprechend gut war die Stimmung im Boothaus Köln. Ein gelungener Ausklang des ersten Messetages mit vielen bekannten Gesichtern aus der deutschen SEO-Szene. Der Besuch der demexco hat sich gelohnt.

Weiterlesen:

Einen ausführlichen Bericht hat auch Gerald Steffens auf seo.de geschrieben, den ich auf der anschließenden Party getroffen habe.

Weitere Links zur demexco 2010, die übrigens von 15.800 Fachbesuchern besucht wurde, findet man auch auf seo.at.

dmexco 2010 in Köln und OMclub

Relativ kurzfristig habe ich mich jetzt doch noch für die dmexco angemeldet. Die Leitmesse, die am 15. und 16. September 2010 in Köln stattfinden wird, sieht sich als führendes Event für die gesamte digitale Wertschöpfungskette. Hier geht es also nicht nur um SEO, sondern um viel mehr. Ich freue mich auf neue Eindrücke, Ideen und Kontakte.

Und besonders freue ich mich, dass ich sogar noch an ein Ticket zur legendären OMclub-Party gekommen bin. Dort können dann die Messekontakte weiter vertieft werden…

Im letzten Jahr wurde ein dmexco-Livestream angeboten, ich denke einmal, dass man das in diesem Jahr wieder so handhaben wird – so kann man einem Teil der Vorträge aus der Ferne folgen.

Suchparameter für Google und Bing

Wer die Suchmaschinen Google und Bing (oder irgend eine andere, die die im Prinzip ähnlichen Suchparameter ähnlich interpretiert), der sollte sich mit eben diesen kleinen Befehlen einmal auseinandersetzen. So lassen sich die Suchergebnisse sinnvoll einschränken, Informationen über die Indexierung von Seiten gewinnen oder ihre Verlinkung (sehr eingeschränkt) und die grundsätzliche Struktur eines Internetauftritts (wie viele Subdomains ??? etc.) leicht erkennen. Selbst komplette Listen zu (kleinen) TLDs lassen sich so erstellen – hier ein paar Hintergrundinformationen zum Thema Domains und TLDs bei Wikipedia.

Ich habe für Google und Bing die wichtigsten Suchparameter einmal zusammengestellt und kommentiert:

Fangen wir an mit den Google Suchparametern. (drauf klicken und staunen!)

Und als gute Ergänzung dazu die Bing Suchparameter – ein Mix dieser beiden Quellen ist sehr zu empfehlen.

Die Seiten mit den Suchparametern der beiden “großen” Suchmaschinen werde ich bald noch mit ein paar Beispielen ergänzen, damit das ganze noch verständlicher wird. Ich hoffe, es gefällt. ;-)